
Eine Begegnung zwischen Mexiko und Novigrad
17. Internationales Festival der Bildenden Künste ARTERIJA
Muzej-Museo Lapidarium · Novigrad-Cittanova
Manche Projekte beginnen lange bevor die erste Arbeit an einer Wand hängt, bevor Musik erklingt oder sich die Türen für das Publikum öffnen. HOLA MEXICO! ist ein solches Projekt.
Die ersten Gespräche, Ideen und Überlegungen entstanden bereits vor mehr als einem Jahr. Was zunächst als kulturelle Begegnung zwischen Mexiko und Novigrad gedacht war, entwickelte sich Schritt für Schritt zu einem vielschichtigen internationalen Kunstprojekt und schließlich zum Schwerpunkt des 17. Internationalen Festivals der Bildenden Künste ARTERIJA im Muzej-Museo Lapidarium.
Von Beginn an war die Zusammenarbeit mit Jerica Ziherl, Direktorin und Kuratorin des Muzej-Museo Lapidarium, und ihrem gesamten Team von Vertrauen, Offenheit und einem außergewöhnlichen persönlichen Engagement geprägt. Über viele Monate hinweg wurden Ideen ausgetauscht, Möglichkeiten geprüft, Künstler zusammengebracht und ein Programm entwickelt, das nicht nur Kunst präsentieren, sondern Begegnung ermöglichen sollte.
Gerade diese Zusammenarbeit hat HOLA MEXICO! zu einer besonderen Erfahrung gemacht. Ein Projekt dieser Dimension entsteht nicht allein durch ein Konzept. Es wächst durch Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, gemeinsam Lösungen zu finden, Zeit zu investieren und sich aufeinander einzulassen.




Ein Festival entsteht vor den Augen der Stadt
HOLA MEXICO! verstand sich deshalb von Anfang an nicht als klassische Ausstellung, die fertig aufgebaut auf ihr Publikum wartet.
Bereits während der ersten Festivaltage wurden das Museum, der Museumspark, der Stadtplatz und der öffentliche Raum zu Orten des gemeinsamen künstlerischen Arbeitens. Besucher konnten miterleben, wie Installationen entstanden, Kunstwerke ihren Platz fanden, Workshops durchgeführt wurden und sich das Festival Tag für Tag weiterentwickelte.
Ein besonderer Bestandteil war das gemeinschaftliche Wandbild unter der Leitung von Lalok (Juan Muñoz Sotelo) und Marco Grajeda. Auch die mexikanische Cartonería, Zeichnung, Musik, Tanz, Gespräche und Interventionen im öffentlichen Raum machten den Entstehungsprozess selbst zu einem Teil des Festivals.
Und genau hier liegt eine der schönsten Erfahrungen dieses Projekts: Die Arbeit begann nicht erst mit der offiziellen Eröffnung – sie war bereits Teil der Ausstellung.





Mehr als eine Ausstellung
HOLA MEXICO! verbindet zeitgenössische Kunst mit Musik, Tanz, Workshops, Künstlergesprächen, Atelierbesuchen und partizipativen Formaten. Gleichzeitig begegnen sich unterschiedliche Generationen, künstlerische Sprachen und kulturelle Perspektiven.
Zwischen den steinernen Spuren der Vergangenheit des Lapidariums entstand für einige Tage eine lebendige, pulsierende Gegenwart: mexikanische und europäische Positionen trafen aufeinander, Menschen kamen miteinander ins Gespräch und Kunst wurde zu einem gemeinsamen Erfahrungsraum.
Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Bedeutung dieses Projekts.
HOLA MEXICO! ist nicht nur das Ergebnis einer mehr als einjährigen Vorbereitung. Es ist das Ergebnis von Vertrauen, Zusammenarbeit und der Bereitschaft vieler Menschen, gemeinsam etwas entstehen zu lassen.
Unser besonderer Dank gilt Jerica Ziherl und dem gesamten Team des Muzej-Museo Lapidarium für die großartige Zusammenarbeit, ihre Gastfreundschaft und vor allem für das Vertrauen, mit dem sie dieses Projekt von Anfang an begleitet haben.
Die gemeinsame Arbeit an HOLA MEXICO! war und ist für uns eine außerordentlich bereichernde Erfahrung.
Und vielleicht ist das Schönste daran, dass sich dieses Projekt trotz seiner offiziellen Eröffnung nicht wie ein Endpunkt anfühlt.
Vielmehr wie der Beginn eines Dialogs, der weitergehen darf.
Denn Kunst kann dort Brücken entstehen lassen, wo vorher nur Entfernung war.




HOLA MEXICO! vereinte Künstler:innenresidenz und Kunstfestival in einem gemeinsamen Projekt: einen Raum für künstlerisches Arbeiten, kulturellen Austausch, Begegnung und die unmittelbare Erfahrung von Kunst.
Ebenso unverzichtbar waren die musikalischen und tänzerischen Beiträge von Luxana Lozano, Armando Carrillo, Neivi Martínez und der Grupo de Danza Tradicional ATOYAC, die dem Festival eine weitere Dimension verliehen und mexikanische Kultur nicht nur sichtbar, sondern auch hörbar und körperlich erfahrbar machten.
Zahlreiche weitere Künstler waren durch ihre Werke Teil der Ausstellung und erweiterten das Projekt um Malerei, Fotografie, Skulptur, Textilkunst, Masken, mexikanische Kreuze und weitere künstlerische Ausdrucksformen.
So entstand kein statisches Ausstellungsformat, sondern ein Raum, der sich kontinuierlich veränderte – getragen von Zusammenarbeit, Neugier und gegenseitigem Respekt.




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Ein Mural als Zeichen der wachsenden Freundschaft zwischen Mexiko und Novigrad, geschaffen von den Künstlern Lalok – Juan Muñoz Sotelo und Marco Grajeda.
Vor Ort teilnehmende Künstler:innen:

Mitwirkende beim Eröffnungsprogramm: Sängerin Neivi Martínez und die aztekische Tanzgruppe ATOYAC
Mit ihren Werken vertretene Künstler:innen:
Chespi · Sofía Cecilia Andretta Juárez · Francisco Claure Ibarra · Alma Garafoli · Luis Ramos · Irma Hummel · Danka Pastekova · María Eugenia Alpizar · Nichte Ha Gómez · Citlali Gómez · Jorge Luis Hidalgo · Javier Cuadro Grau · Erika Schinner · Mariana Uribe · Juan Jorge Bautista · Daniela Jaureguí · Carolina Licón · Melina Lluvia · Paloma Siblik · Sara Ruiseñor · Gabriele Oberreiter · Gabriele Sabitzer · Annerose Yamaguchi · Dione Juárez · Marcsi Varga
