
Reimagining Femininity Beyond the Body
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Opening: 13 March 2026
Location: Lichtraum Eins by Paul Siblik, Vienna
Curators: Sonia Siblik & Moka Sheung Yan Wong
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Artists in Residence:
Amanda Du, Moka Sheung Yan Wong, Sonia Siblik
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Die Ausstellung „Gently Tempestuous: Reimagining Femininity Beyond the Body“ untersucht Femininität nicht als feste Identität, sondern als eine dynamische und expansive Kraft, die sich durch Körper, Objekte, Atmosphären und Wahrnehmungen bewegt.
Der Begriff Femininität wird häufig ausschließlich mit dem weiblichen Geschlecht in Verbindung gebracht und als etwas verstanden, das typisch für Frauen sei — weich, zurückhaltend oder sogar schwach. Doch Femininität ist weitaus komplexer. Sie ist nicht auf einen biologischen Körper oder eine soziale Rolle beschränkt; vielmehr ist sie ein inhärentes Prinzip, das sich in der Natur, in der Zeit, in Objekten, in Bewegungen und im menschlichen Erleben selbst wiederfinden lässt.
Rein männliche oder rein weibliche Zustände existieren nicht wirklich. Stattdessen begegnen wir einem ständigen Zusammenspiel von Kräften — einem lebendigen Gleichgewicht zwischen Ruhe und Sturm, zwischen Empfangen und Handeln, zwischen Verletzlichkeit und Stärke.
Vor diesem Hintergrund untersucht die Ausstellung Gently Tempestuous Femininität sowohl als kulturelle Konstruktion als auch als ästhetischen Zustand. Über Jahrhunderte hinweg wurde Femininität durch Systeme der Repräsentation geformt, diszipliniert und ästhetisiert, die sie eng mit dem weiblichen Körper sowie mit Erwartungen von Anmut, Schönheit und Zurückhaltung verbanden. Diese historischen Strukturen beeinflussen bis heute, wie Femininität wahrgenommen wird.
Anstatt jedoch innerhalb der Grenzen von Identitätspolitik zu verbleiben, schlägt diese Ausstellung eine erweiterte Perspektive vor:
Was lässt ein Objekt, eine Geste oder eine Atmosphäre heute als „feminin“ erscheinen?
Kann Femininität auch jenseits des menschlichen Körpers existieren?
Durch Malerei, Zeichnung, Fotografie, Installationen, Duftarbeiten, Performance und transmediale Interventionen erforschen die eingeladenen Künstler:innen Femininität als etwas Relationales statt als eine inhärente Eigenschaft. Sie kann in Texturen, Oberflächen, Farben, Gesten, räumlichen Dynamiken oder sinnlichen Erfahrungen sichtbar werden.
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Kann Femininität auch jenseits des menschlichen Körpers existieren?
Durch Malerei, Zeichnung, Fotografie, Installationen, Duftarbeiten, Performance und transmediale Interventionen erforschen die eingeladenen Künstler:innen Femininität als etwas Relationales statt als eine inhärente Eigenschaft. Sie kann in Texturen, Oberflächen, Farben, Gesten, räumlichen Dynamiken oder sinnlichen Erfahrungen sichtbar werden.
Konzeptuell strukturiert durch Oberfläche, Unterströmung und Bruch, verfolgt die Ausstellung Femininität von ihrer historisch kontrollierten Ästhetisierung hin zu ihrem destabilisierten und transformierenden Potenzial.
Indem Femininität über biologische und soziale Determinismen hinaus erweitert wird, begreift Gently Tempestuous sie als ein generatives Feld von Kraft — eines, das Körper, Objekte, Landschaften und auch Akte des Widerstands durchdringen kann.
Die Ausstellung lädt Besucher:innen dazu ein, überlieferte Definitionen zu hinterfragen und neu zu überdenken, wie Femininität unsere Wahrnehmung, Identität und kulturelle Vorstellungskraft prägt.
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Artist:
Hosna Darvishi
Amanda Du
Francisco Rubiel Osorio Faber
Sungeun Lee
Yan Li
Jia Yi Liu
Moka Sheung Yan Wong
SenWu Si
Sonia Siblik
Viviartista
Tobias Zarfl
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